Ihr Apilus Institut empfiehlt sich für:

- Definitive Haarenfernung
- Koagulation von abstehenden Hautfibromen, Hämangiome, rote Blutschwämmchen, Couprose (Teleangiektasien)

Nadel Epilation

Die Nadelepilation gehört zu den apparativen kosmetischen Behandlungsarten. Auch nach über 100 Jahren ist sie weiterhin die einzige bekannte Methode zur dauerhaften Epilation (Haarentfernung) unerwünschter Haare, dessen Wirkung durch Langzeitstudien als gesichert gilt und im Gegensatz zur Photoepilation (IPL und Laser) gleichermaßen bei allen Haut- und Haartypen angewandt werden kann.
Bei der Nadelepilation wird dazu eine hauchdünne Sonde aus Chirurgenstahl im Haarkanal bis zur Haarwurzel geführt, wo ein genau dosierter Stromimpuls die Haarwurzel dauerhaft zerstört.
Im Vergleich zur Epilation mit Laser oder IPL muß hier jedoch jedes Haar einzeln behandelt werden, was einen größeren Zeitaufwand bedingt. Sofern es die Haut- und Haarfarbe zulassen, bietet es sich daher an, in dem zu behandlenden Areal zunächst mit Laser oder IPL zu epilieren. Die noch verbliebenen Haare können dann mit der Nadelepilation am effektivsten epiliert werden.

Nadelepilation mit dem Apilus

Durch den Apilus stehen uns unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Epilation, welche im folgenden kurz erläutert werden, zur Verfügung. Die optimale Wahl der jeweiligen Nadel-Epilationstechnik wird dabei für jeden Kunden / jedes Behandlungsareal individuell festgelegt.

Elektrolyse

Das sich in der Haut befindende Natrium wird mittels der Kathode (Epilations-Nadel) zur Oberfläche der Haut gezogen und verbindet sich mit den fetten Säuren des Haarfollikels zu einer Lauge. Diese Lauge, die sich entlang der Nadel entwickelt, zerstört die germinativen Zellen der Haarwurzel und verhindert somit ein weiteres Nachbilden des Haares. Das Haar lässt sich daraufhin leicht mit der Pinzette herauszupfen.
Die Bildung der Lauge ist unterschiedlich stark, sie hängt ab vom Feuchtigkeitszustand des Gewebes. Bei feuchter Haut bildet sich die Lauge schnell bis zur Oberfläche, welche dann aus der Haarwurzel sprudelt. Bei trockener Haut bildet sich die Lauge eher an der Nadelspitze.
Nachteil der Elektrolyse ist, dass sie sehr lange dauert. Zur Epilation eines Haares werden bis zu 40 Sekunden benötigt. Daher wird diese Epilationsmethode auch nur bei sehr empfindlichen Stellen verwendet.

Thermolyse

Bei der Epilation durch Thermolyse wird mittels Wechselstrom ein Hochfrequenzstrom auf die Nadel gebracht, welcher die Moleküle in der Haarfollikelumgebung in Schwingungen versetzt, was zu Hitze und somit zum Verbrennen der Blutgefäße und Zellen führt. Durch die Zerstörung der Blutzufuhr des Haares, wird die Matrix ausgehungert.
Bei der Thermolyse werden grundsätzlich nur isolierte Nadeln verwendet, damit der Strom nur an der Spitze freigesetzt wird.
Die Epilation durch Thermolyse ermöglicht ein sehr schnelles arbeiten. Früher galt diese Methode jedoch als schmerzhaft. Dies ist aber bei neueren Geräten, wie dem Apilus, nicht mehr der Fall. Heutzutage ist durch den Einsatz von Mikroprozessoren, welche einen sehr schnellen Strom mit hoher Intensität ermöglichen, der Schmerzpegel erheblich gesunken. Der Strom fließt nur noch zwischen 1/1000 bis 1/10 Sekunde pro Haar. Diese Epilationsmethoden werden daher auch Flash- oder Superflash-Methode (1/1000 Sekunde) genannt. Die Superflash-Methode findet aber nur bei sehr feinen Haaren ihre Anwendung.
Da der Strom nur an der Spitze der Nadel freigesetzt wird, erfordert die Epilation per Thermolyse ein genaues Einführen und Plazieren der Nadel im Haarkanal. Bei deformierten (gekrümmten) Haarfollikeln ist sie daher nicht geeignet. Somit sollte diese Methode nur von routinierten Elektrologisten wie unserem Fachpersonal durchgeführt werden, da sie ansonsten nicht zum gewünschten Erfolg bis hin zu Narbenbildungen führen kann.
Der Vorteil dieser Methode liegt in dem für die Nadelepilation vergleichsweise schnellen Behandlungsfortschritt.

Blendmethode

Bei der Blendmethode werden die beiden zuvor genannten Verfahren gemischt. Auf den Gleichstrom der Elektrolyse, wird ein schwacher Hochfrequenzstrom aufmoduliert. Dies hat zur Folge, das sich unter der Hitzeentwicklung die Lauge schneller bildet und besser im Follikel verteilt wird. Dieses Verfahren ist gegenüber der Elektrolyse relativ schnell, ca. 4-10 Sekunden pro Haar und treffsicherer als die vorgenannten Verfahren, da sich die Lauge entlang der Nadel entwickelt und durch den Hochfrequenzstrom noch zusätzlich im Follikel verteilt wird.
Dabei kann der Hochfrequenzstrom schwach über die ganze Zeit aufmoduliert werden oder mit hoher Intensität in kurzen Sequenzen. Bei einer hohen Intensität und kurzen Sequenzen verteilt sich der Strom besser im Follikel, jedoch ist die Laugenbildung nicht so intensiv.